EU-Fördermittel 2017

Interreg

Verbesserung der Seelischen Gesundheit in der Grenzregion

Die Woche der Seelischen Gesundheit 2017 wurde im Rahmen des INTERREG Kleinprojektefonds mit 20.000€ gefördert.

Die Aktionswoche möchte erreichen, dass polnische und deutsche Bürger aller Generationen und Schichten für die Bedeutsamkeit seelischer Gesundheit sensibilisiert werden.

Während dieser Woche wird es im gesamten Landkreis Görlitz sowie in Zgorzelec verschiedene Aktionen geben. Durch grenzüberschreitende zweisprachige Aktivitäten entsteht ein lebendiger Dialog, der den Gedanken der Europastadt unterstützt.

Die Regenbogenschule Tecza Zgorzelec ist der Hauptpartner auf der polnischen Seite während der Aktionswoche zur seelischen Gesundheit.

Auf dem „Marktplatz“ werden verschiedene Vereine, Unternehmen und Initiativen beider Regionen ihre Hilfs- und Präventionsmöglichkeiten vorstellen.
Dolmetscher unterstützen den Verständigungsprozess sowohl während der Aktionswoche als auch im Vorfeld, da die Aktivitäten gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Die Besucher werden von beiden Seiten eingeladen, zum Beispiel durch Plakate und Flyer, auch die lokalen Medien beider Städte werden über das Ereignis berichten.

Durch die Veranstaltungen konnte eine Vielzahl an Möglichkeiten aufgezeigt werden, etwas für seine seelische Gesundheit zu tun. Außerdem konnten wir hervorheben, dass es sowohl auf der polnischen wie auf der deutschen Seite die selben Herausforderungen in unserer Gesellschaft gibt. Vor allem Firmen werden in Zukunft noch stärker miteinbezogen werden müssen, um der seelischen Gesundheit zuträglich zu sein. Hier konnten wir einige Aufmerksamkeit sowohl bei kleineren als auch bei größeren Firmen erreichen, die sich positiv zu dieser Entwicklung äußerten. Außerdem wurde noch klarer, dass die hohe Intransparenz im Landkreis Görlitz und Zgorzelec zu bestehenden Angeboten weiter abgebaut werden muss. Dazu werden in Zukunft Folgeprojekte in Form zB. einer gemeinsamen Webplattform entstehen.

Wir haben durch die Veranstaltung eine öffentliche Aufmerksamkeit erregt und geschaffen, die es so zuvor noch nicht gab. Alle Zeitungen haben darüber mehrmalig positiv berichtet, Radio Lausitz hat eine Sondersendung gegeben, selbst das MDR Fernsehen berichtete darüber kurz. Aber vor allem konnten wir den Betroffenen Mut machen, dass seelische Gesundheit etwas modernes ist und nichts mit Psychiatrie in erster Linie zu tun hat. Darüber hinaus konnte aufgezeigt werden, dass die ERNNN eine solche Aufgabe bewältigen kann und es viele Partner in der Region gibt, die daran mitwirken wollen, aber bisher noch nicht sichtbar waren. Durch die Veranstaltung konnten weitere Netzwerkpartner gewonnen werden. Ebenso konnten die polnischen Beziehungen vertieft und gefestigt werden, das Vertrauen gestärkt und weitere Möglichkeiten erörtert werden. Dies war aus unserer Sicht ein ganz wichtiges Vorhaben, welches erst in den nächsten zwei Jahren sein volles Potenzial entfalten wird.